top of page

TEMPERATUR MESSEN

  • martina3416
  • 20. Jan.
  • 4 Min. Lesezeit

Aktualisiert: 26. März



Die Temperaturmessung ist das zweite Standbein der sympto-thermalen Zyklusbeobachtung.


  • Sympto - bezieht sich auf die Beobachtung des Zervixschleims.

  • Thermal - auf die Messung der Aufwachtemperatur.


Oft wird auch Basaltemperatur gesagt. Die Körpertemperatur sinkt im Schlaf und auch schon in der Ruhe auf diese Basaltemperatur ab. Diese Temperatur verändert sich im Zyklusverlauf.


Aufwachtemperatur wird diese Temperatur im Zusammenhang mit Zyklusbeobachtung genannt, weil


  • die Temperatur unmittelbar nach dem Aufwachen der entscheidende Wert ist.


Tatsächlich verändert sich die Temperatur, wenn man schnell aufsteht, zur Toilette geht, zum Kind oder wenn man einfach das Messen vergisst, aufsteht und sich schnell nochmal hinlegt.


Jeden Morgen Temperaturmessen? Das ist zunächst mal eine Hürde. Nach dem Aufwachen als erstes muss ich schon daran denken? Man denkt an Fiebermessen. Das ist es natürlich nicht. Es geht um feineres Unterschiede bei guter Gesundheit: Aufwachtemperatur messen.


Es ist eine neue Gewohnheit, die man sich aneignet.

Dafür braucht man natürlich gute Gründe und eine Entschlossenheit.


Einmal angewöhnt, ist es nicht mehr schwer. Wie vieles im Leben (angefangen bei Zähneputzen ...).


  • Ein analoges Thermometer wird empfohlen, weil es präzise misst!

Das abgebildete Thermometer ist von Geratherm, das klassische "Fieberthermometer".

Im Krankheitsfall ist es also auch brauchbar.

Bei der Messung der Aufwachtemperatur geht es nicht um Fieber, sondern um die gesunden feinen hormonell bedingten Veränderungen der Temperatur, die Aufschluss über den Zyklusverlauf und die Fruchtbarkeit geben.

Wer gute Augen hat, kann das klassische Thermometer verwenden. Es wird für 15 € angeboten. Es gibt dazu eine Hülle mit Lupenfunktion. Es wird auch ein (teureres) Basalthermometer angeboten, das nur den relevanten Bereich von etwas unter 36°C bis etwas über 38°C anzeigt.

Diese Thermometer ist etwas "nur für dich", wenn dir das wichtig ist. Und es ist komfortabel zum Ablesen.


Natürlich enthält das analoge Thermometer kein Quecksilber! (Das war früher so.) Die Messsäule muss nach jeder Messung heruntergeschüttelt werden! Das Thermometer also am besten abends herunterschütteln und bereitlegen, dass es am Morgen noch mit geschlossenen Augen gefunden wird.

Die Messzeit kann eine kleine Besinnungszeit sein oder eine Schlafbonuszeit, ein kleines Morgenritual, das du dir gönnst.

So fällt die Gewöhnung leichter. Diese paar Minuten gehören dir!


Wann und wo messen?

Du hast verschiedene Möglichkeiten:

  • oral 10 Min. und zwar bei geschlossenem Mund unter der Zunge

  • vaginal 5 Min. und darauf achten, dass das Thermometer nicht aus der Scheide rutscht

  • rektal 5 Min.

Die gewählte Möglichkeit immer beibehalten!

Messungen unter der Achsel, im Ohr oder am Arm sind für die Zyklusauswertung nicht brauchbar.


Wie geht es dann weiter? Der Tag startet schließlich ...

Entweder du liest immer sofort die Temperatur ab und trägst sie in der Zyklustabelle ein.

Oder du liest sie immer am Abend ab und trägst sie in der Zyklustabelle ein.


Es jeden Tag gleich machen ist wichtig für die Aussagekraft der Messungen!


Folgende Abweichungen werden in der Zyklustabelle dazugeschrieben und können dann in der Auswertung berücksichtigt werden:

  • Abweichung zur üblichen Messzeit von mehr als 1,5 Stunden

  • später als 7.30 Uhr gemessen

  • "spät ins Bett", "Alkohol getrunken" - jeweils unter dem Tag, an dem es stattfand, eintragen. Es kann sich in der Messung am folgenden Tag auswirken.

Warum digitale Thermometer nicht empfohlen werden: Kein Thermometer misst den absoluten Wert. Das ist physikalisch nicht möglich.


  • Die Abweichungen beim analogen Thermometer sind immer gleich, die Temperaturkurve würde parallel zur Temperaturkurve aus absoluten Messungen verlaufen (theoretisch, weil absolute Messungen ja nicht möglich sind).


  • Digitale Messungen können nach oben und unten abweichen. Das kann eine unruhige Temperaturkurve ergeben, die sich schwer oder gar nicht auswerten lässt. V.a. bei Frauen, die einen geringen Unterschied zwischen Temperaturtieflage und Temperaturhochlage haben, können digitale Messwerte die Auswertung erschweren oder sogar unmöglich machen.

Ein Experiment von parallel Messen könnte spannend sein.


Bei digitaler Messung ist wichtig, über den Signalton hinaus zu messen. Oft steigt die Temperatur noch weiter nach dem Signalton. Thermometer sind anfällig und können kaputtgehen, bei digitalen kann die Batterie leerlaufen.

Daher immer ein zweites Thermometer "vorrätig" haben!


Bei analogen Thermometern am besten auch gleich ein Ersatzthermometer kaufen, eine Vergleichsmessung vornehmen und die Abweichung notieren. Zum Beispiel: "misst 0,1°C höher als das andere". Weil es keine absolute Messung gibt!

Digitale Thermometer lassen sich nicht in der Weise vergleichen.

Den Wechsel auf ein neues Thermometer immer in der Zyklustabelle vermerken! Es kann zur Erklärung einer unklaren Temperaturkurve dienen.


Wie die Beobachtung von Zervixschleim kannst du die Temperaturmessung als Körper- und Gesundheitspflege und Aufmerksamkeit für dich selbst ansehen.


Im Schichtdienst ist zu beachten, dass der Körper nach einer Stunde Ruhe (es muss gar nicht Schlaf sein) die Basaltemperatur erreicht. Dann ist eine Messung schon auswertbar. Die Unterschiede zur normalen Messzeit in die Zyklustabelle eintragen!

Die Messungen zu den verschiedenen Tageszeiten können mit der Zeit und Erfahrung eingeordnet werden. Sympto-thermale Zyklusbeobachtung ist für Frauen im Schichtdienst möglich und sogar besonders aufschlussreich, weil der Zyklus zeigt, wie der gleichbleibende hormonelle Rhythmus mit den verschiedenen Lebensrhythmen bleibt oder sich verändert.


Erste Temperaturhochlage am Anfang der Fruchtbarkeit

Am Anfang der Fruchtbarkeit, solange vor bzw. in der Pubertät noch keine Blutung war, ist erstmal nur Zervixschleim und eine Temperaturtieflage zu beobachten. Das kann über längere Zeit so gehen, bis es zu einem Temperaturanstieg nach einer Zervixschleimphase kommt. Die Zervixschleimphase vor diesem ersten Temperaturanstieg war dann die erste wirklich fruchtbare Zeit, in der es zu einer Schwangerschaft hätte kommen können. Die Blutung nach dieser ersten Temperaturhochlage nach einer Zervixschleimphase ist die Menarche.

Erste Temperaturhochlage nach einer Geburt

Nach der Geburt bzw. in der Stillzeit ist es ähnlich wie am Anfang der Fruchtbarkeit. Es gibt Zervixschleimphasen, nach denen die Temperatur in der Tieflage bleibt. Die Zervixschleimphase vor dem ersten Temperaturanstieg ist die erste fruchtbare Zeit nach der Geburt.


Letzte Temperaturhochlage am Ende der Fruchtbarkeit

Am Ende der Fruchtbarkeit, also in den Wechseljahren, zeigt auch die Temperatur die Veränderung an: Die Temperaturhochlage kann verkürzt sein.


Verkürzte Temperaturhochlagen (weniger als 12 Tage) sind im normalen Erwachsenenleben einer Frau ein Hinweis auf eine hormonelle Störung. Verkürzte Temperaturhochlagen können auch der Grund für unerfüllten Kinderwunsch sein.


Die Bestimmung von fruchtbaren und unfruchtbaren Tagen nur mit Hilfe der Temperaturmessung ist möglich. Sie geht auf Prof. Döring zurück, ist allerdings nicht so genau. Temperaturmessung wird häufig bei Kinderwunsch empfohlen.

Die sympto-thermale Zyklusbeobachtung ermöglicht eine genauere Kenntnis der Fruchtbarkeit durch die Beobachtung des Zervixschleims und die Auswertung der Temperatur im Zusammenhang mit Zervixschleim.


Wenn die Temperaturhochlage länger als 18 Tage dauert, ist eine Schwangerschaft sehr wahrscheinlich.








Martina Knodt
Adolph-Kolping-Str. 5

91217 Hersbruck

©2023 myfway

Zertifiziert für die sympto-thermale Methode zur Zyklusbeobachtung NER


Grundkenntnisse NFP/sensiplan
 

Logotherapie und Existenzanalyse nach Viktor E. Frankl

Zyklus Beobachtung und Zyklus Beratung myFway Logo
image.png
bottom of page