
Natürlich ist es praktisch die Eintragungen zur Zyklusbeobachtung in einer App vorzunehmen.
Leider liegt nur ganz wenigen Zyklusapps die sympto-thermale Zyklusbeobachtung zugrunde.
Wie lässt sich herausfinden, ob eine App zur Zyklusbeobachtung gut ist?
Folgendes kannst du als Richtlinie nehmen:
Je weniger du selbst machen musst, desto sicherer kannst du sein, dass du dich auf die Angaben zu "fruchtbar" und "nicht fruchtbar" NICHT verlassen kannst! Der Schlüssel zu deiner Fruchtbarkeit und die Sicherheit liegt allein bei dir!
Sicherheit gibt dir:
deine Aufmerksamkeit für Zeichen der Fruchtbarkeit
deine korrekte Temperaturmessung
deine sorgfältige Zyklusauswertung
deine eigene Irritation (Kann das sein? Brauche ich mehr Information oder Beratung?)
deine Abstimmung mit deinem Mann oder Partner
Überprüfe eine App dahingehend, womit sie "gefüttert" ist, also welche Erkenntnisse zum weiblichen Zyklus zugrundegelegt sind.
Ist es "nur" der 28-Tage-Zyklus, hat sie gar keine Bedeutung!
Denn nicht alle Frauen "funktionieren" so. Und Frauen, die sich sicher sind, ihr Zyklus wäre immer ein 28-Tage-Zyklus oder jedenfalls immer gleich lang, können eine Überraschung erleben, die sie aber mit Zykluskenntnis (Zervixschleim und Temperatur) frühzeitig erkennen.
Ist es deine persönliche übliche oder durchschnittliche Zykluslänge, die du der App gibst bzw. die sie dir dann hochrechnet, bist du auch nicht auf Veränderungen im aktuellen Zyklus gefasst. Nur aufmerksame Selbstbeobachtung (Zervixschleim) lässt dich erkennen, wie der aktuelle Zyklus verläuft.
Den Eisprung kann eine App nicht wissen oder berechnen. Der Eisprungtag bleibt sogar bei sympto-thermaler Zyklusbeobachtung im fruchtbaren Zeitfenster verborgen.
Es ist weder für schwanger-werden noch für nicht-schwanger werden von Bedeutung, an welchem Tag genau der Eisprung ist. Denn eine Schwangerschaft kann auch vor und nach dem Eisprung eintreten.
Der Tag mit dem Zervixschleimhöhepunkt, zwei Tage davor und zwei Tage danach sind die fruchtbarsten Tage im Zyklus.
Du möchtest für dich von einer App profitieren. Die App möchte auch von deinen Daten profitieren. Angaben zum Zyklus sind sehr persönliche Daten und gesundheitsrelevante Daten.
Überprüfe, was durch die App mit deinen Daten geschieht!
Auch wenn niemanden deine persönlichen Zyklusdaten interessieren - deine Daten fließen in das "Netzwissen" ein, reproduzieren wiederum Information für Frauen, wecken Bedürfnisse, und teure Produkte können aus den ermittelten Daten weiter entwickelt werden. Produkte, die nicht nötig sind und nicht wirklich helfen. Z.B. schon die App selbst, die immer "verbessert" wird.
Ganz besondere Vorsicht gilt hier:
Eine App, die dir angibt, wann du fruchtbar bist und wann nicht, kann sich irren und ist nicht verlässlich! Das gilt auch für Geräte, die Temperatur messen und darauf hin Auskunft zur Fruchtbarkeit geben.
Veränderungen, die zu einem außergewöhnlichen Zyklusverlauf führen, kann eine App sicher nicht rechtzeitig erkennen!
Wenn du selbst Zyklusbeobachtung machst, weißt du alles über dich und deine Fruchtbarkeit. Dann bist du frei und unabhängig und hast kaum Ausgaben.
Wenn du nicht mit Stift und Papier dokumentieren möchtest:
Zur sympto-thermalen Methode auf der Grundlage von "Natürliche Empfängnisregelung" (Rötzer) gibt es eine Zyklusapp nur zur Dokumentation ohne Auswertung:
Wenn du dich über die Nutzung informieren oder austauschen möchtest, kann ich dich vernetzen:
NFP/Sensiplan hat auch eine App. Auch da kann ich dir einen Kontakt vermitteln:
Ich selbst bin bei Stift und Papier geblieben.
Dazu noch ein Gedanke:
Bei der Fülle von Apps, auf die wir täglich zugreifen, kann es schon wieder guttun,
mal einen Stift zur Hand zu nehmen und persönliche Dinge mit der Hand zu schreiben.
Der Zyklus ist ein individueller Ausdruck deiner Persönlichkeit,
genau wie deine Handschrift.
Eine Zyklustabelle kann dir wie ein Mini-Tagebuch zeigen, was ist und was war.